Wie wird eine Intensiventsandung durchgeführt?

Wie wird eine Intensiventsandung durchgeführt?

Eine Intensiventsandung im Brunnen erfolgt durch gezielte, wechselnde hydraulische Belastungen der Filterstrecke, um Feinteile (Sand) aus der Kiesschüttung, der Bohr Aureole sowie dem angrenzenden Lockergestein zu lösen und auszuspülen.
Typische Methoden sind der Einsatz von Entsandung Kolben, Entnahmeseiher mit Druckluftkombinationen (Mammutpumpen) oder Hochdruckinnenspülung mit induzierten Druckwellenimpuls Verfahren, oft in Kombination mit schwallweisem Abpumpen. Dies geschieht nach DVGW Regelwerk, um die Sandfreiheit und Ergiebigkeit zu optimieren. 

Verfahren:

  • Kolben/Impuls:
    Ein Entsandungskolben wird rasch auf und ab bewegt, um Druckstöße zu erzeugen, die Feinanteile lockern.
  • Druckluftverfahren (Mammutpumpe):
    Durch Druckluft wird Wasser schwallartig gefördert, was durch Druckschwankungen den Filterkuchen mechanisch zerstört.
  • Hochdruckinnenspülung:
    Wasser wird mit hohem Druck durch Düsen direkt an die Filterinnenwände gestrahlt.
  • Wechselpumpen/Schocken:
    Schnelles Ein- und Ausschalten der Pumpe (oft gepanzert) verursacht starke Wasserspiegelschwankungen.

Ablauf:
Die Maßnahme erfolgt meist abschnittsweise statisch oder bewegt in der Filterstrecke, oft mit 0,5 m Überlappung.

Abschluss:
Eine abschließende Überprüfung der Sandfreiheit (und idealerweise eine Kamerabefahrung) stellt den Erfolg der Reinigung sicher. 

Die Intensiventsandung ist Teil der Brunnenregenerierung, um die Leistung durch Ablagerungen zu verbessern. 

Nach oben scrollen