Wie macht sich Brunnenalterung bemerkbar?

Wie macht sich Brunnenalterung bemerkbar?

Brunnenalterung macht sich primär durch einen Rückgang der Förderleistung und Qualitätsveränderungen des Wassers bemerkbar. Dieser schleichende Prozess, oft verursacht durch Verockerung (Eisenablagerungen) oder Versandung, führt dazu, dass weniger Wasser gefördert wird oder die Pumpe trocken läuft, weil die Filterrohre mit eisenhaltigen Biofilmen zuwachsen. 

Hier sind die Hauptmerkmale einer Brunnenalterung im Detail:

  • Nachlassende Ergiebigkeit (Leistungsverlust):
    Der Brunnen liefert über die Zeit weniger Wasser, und der Wasserspiegel im Brunnen sinkt bei Entnahme stärker ab als früher.
  • Wassersäule reißt ab/Trockenlaufen:
    Die Pumpe saugt Luft an, da das Grundwasser aufgrund verstopfter Filter nicht schnell genug nachfließen kann.
  • Veränderte Wasserqualität:
    • Braune/Orange Verfärbung: Ein Hinweis auf erhöhte Eisen- und Manganablagerungen (Verockerung).
    • Trübung und Sand: Erhöhter Sandeintrag deutet auf Versandung hin.
    • Geruch/Geschmack: Metallischer Geschmack oder fauliger Geruch.
  • Verstopfte Filter (Verockerung/Verschleimung):
    Eisenbakterien bilden Biofilme, die die Filterstrecke zusetzen.
  • Korrosion:
    Bei Stahlrohren kann Korrosion zu strukturellen Schäden am Brunnen führen. 

Wie lässt sich der Zustand überprüfen?

Der Zustand kann durch eine Fernsehuntersuchung (Kamerabefahrung) oder einen Kurzpumpversuch genau analysieren. 

Hinweis: Wenn ein Brunnenrohr von oben zügig mit Wasser befüllt wird und dieses nicht abläuft, ist der Filter verstopft. 

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