Warum verockert ein Brunnen?

Warum verockert ein Brunnen?

Die Verockerung von Brunnen.

Ein Brunnen verockert hauptsächlich durch Eisen- und Manganausfällungen, wenn gelöstes Eisen im sauerstoffarmen Grundwasser an den Filterschlitzen oder im Filterkies mit eingedrungenem Luftsauerstoff reagiert.

Diese chemische Reaktion bildet braune, schwerlösliche Eisenhydroxide (Eisenocker), die die Porenräume im Filterkies und die Filterschlitze verstopfen, dadurch den Wasserandrang verringern und zu Leistungsverlusten führen. 

Hauptursachen der Verockerung:

  • Oxidation: 
    Eisen-II-Ionen im Grundwasser reagieren mit Sauerstoff (z.B. durch Wasserspiegelschwankungen oder Sauerstoffeintrag beim Pumpen) zu festem Eisen-III-hydroxid.
  • Mangan: 
    Neben Eisen fällt oft auch schwarzes Manganoxid aus.
  • Fehlerhafter Ausbau: 
    Unpassende Schlitzweiten der Filterrohre und oder ungeeigneter Filterkies führen zu erhöhtem Feinmaterialeintrag und schnellerer Verockerung.
  • Intermittierender Betrieb: 
    Häufige Schaltzeiten im Pumpbetrieb füren zum ständigen Absinken und Ansteigen des Wasserspiegels welches zu einer Sauerstoffanreicherung des Brunnenwassers führt. Die Folge sind Ausfällungen von Eisen- und Manganoxid
  • Dauerbetrieb: 
    Längere Pumpzeiten und Erwärmung des Wassers stören das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, was zusätzlich zu Verkalkungen (Versinterungen) führen kann. 

Abhilfe und Vorbeugung:

  • Regelmäßige Wartung und Instandhaltung: 
    Durch jährliche Kontrolle und Überprüfung des Brunnens lässt sich frühzeitig enstehnde Brunnenalterung erkennen.
  • Regelmäßige Regenerierung: 
    Mechanische, hydromechanische und oder chemische Reinigung durch Fachbetriebe.
  • Brunnenspülung: 
    Regelmäßiges intensives Spülen des Brunnens.
  • Fachgerechte Planung: 
    Auslegung der Filterstrecke auf die Bodenverhältnisse. 

Ein verockerter Brunnen zeichnet sich durch braunes Wasser und einen abfallenden Wasserspiegel während des Pumpens aus.

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