Wartung goethermischer Wärmepumpen

Wartung goethermischer Wärmepumpen

Wartung goethermischer Wärmepumpen:

Die wichtigsten Aufgaben, die ein Fachbetrieb durchführen muss

Quelle: https://www.energie-experten.org/heizung/waermepumpe/betrieb/wartung#c49634 mit unseren Ergänzungen

Nur eine regelmäßige Wartungeiner geothermischen Heiz- oder Kühlanlage sorgt dafür, dass die Anlage im idealen Betriebspunkt arbeitet und somit einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht. So lässt sich eine optimale Funktionsweise gewährleisten.

Dafür muß die komplette Heiz- oder Kühlanlage mit ihrer Wärmepumpe von einer zertifizierten Fachfirma regelmäßig gewartet werden.

Neben grundsätzlichen Wartungsaufgaben wie der Überprüfung des Kühlmittelkreislaufes gibt es auch spezielle Tätigkeiten, wie z.B. die Reinigung des Wärmetauschers und die Überprüfung und Regenerierung der Förder- und Infiltrationsbrunnen bei Wasser-Wasser Anlagen, die beim Wärmepumpencheck nur Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpen betreffen.

Welche Aufgaben eine sollte fachmännische Wartung umfassen, was diese kostet und wie ein seriöser Wartungsvertrag aufgebaut ist.

Wartungsempfehlungen

  • Die meisten Hersteller empfehlen, zumindest alle zwei Jahre eine Wartung ihrer Wärmepumpe durchzuführen. Bei älteren Anlagen macht es Sinn, den Turnus auf 1 Jahr zu erhöhen.
  • Es wird empfohlen, die Wärmepumpen-Wartung im Sommer vorzunehmen, da ein kurzer Ausfall i.d.R. unproblematisch ist. Auch der Herbst vor Beginn der Heizperiode kann sinnvoll sein, da die Wärmepumpe dann auf den Heizbetrieb angepasst werden kann.
  • Selber machen! Nehmen Sie selber Sichtprüfungen vor und dokumentieren, was Ihnen auffällt: Regelmäßiges Aufzeichnen aller Systemverbräuche. Bekommt der Verdampfer genug Zuluft? Gibt es auffällige oder in Mitleidenschaft gezogene E-Anschlüsse? Nimmt der Druck im Solekreislauf ab? Nimmt die Förderleistung ab oder nimmt der Infiltrationsbrunnen genug Wasser auf?
  • Haben Sie ein Haus mit einer Wärmepumpe gekauft, fragen Sie frühzeitig das Unternehmen an, das die Wärmepumpe installiert hat, ob dieses eine regelmäßige Wartung durchführen kann. Evtl. lohnt sich der Abschluss eines Wartungsvertrages!

Warum sollte man eine Wärmepumpe warten lassen?

Im Vergleich zu Öl- und Gasheizungen sind Wärmepumpen eigentlich äußerst wartungsarm. Das hängt damit zusammen, dass Wärmepumpen ohne Verbrennung von fossilen Rohstoffen arbeiten und aus überschaubar vielen, sehr robusten Bauteilen konstruiert werden. Dennoch müssen bzw. sollten auch Wärmepumpen in definierten Zeitabständen überprüft werden. Vor allem Wasser-Wasser Anlagen sollten jährlich genau überprüft werden, um den durch Brunnenalterung bedingten Verschleiß und dem damit einhergehenden Leistungsverlust schnellstmöglich zu erkennen und beheben zu können.

Schätzungen zufolge soll das Einsparpotenzial an Stromkosten einer ordnungsgemäßen und wiederkehrenden Wartung einer Wärmepumpe bei bis zu 25% liegen.

Auch langfristig ergeben sich finanzielle Vorteile, da das System länger hält und die Anlage oder auch Anlagenteile auch über die avisierte Betriebsdauer weiter betrieben werden können.

Viele Wärmepumpenbetreiber besitzen Anlagen welche mehr als 30 Jahre mit derselben Wärmepumpe geheizt haben. Gründe hierfür waren eine regelmäßige Kontrolle und Prüfung der wesentlichen Funktionen der Wärmepumpe.

Bei geothermischen Wasser-Wasser Anlagen ist die Voraussetzung für Jahrzehnte langen Betrieb eine geeignete Chemie des Grundwassers. Hohe Eisen und Mangan Gehalte im Grundwasser und oder zu geringe Wasserüberdeckung der Filterstrecken führen zu schnell fortschreitender Brunnenalterung.

Allerdings sind z.B. Wasser-Wasser Anlagen, nach solch langen Betriebszeiten, des Öfteren sanierungsbedürftig. Die hydrologisch, chemisch und physikalisch induzierte Brunnenalterung, also dem Verschleiß der Anlage, verringert die Leistungsfähigkeit. Verstopfungen der Filterrohre und des Filterkieses sowie der Verockerung der Förderpumpe sind die Auswirkungen und Beeinträchtigen die Funktionstüchtigkeit.

Es gibt aberkeine fest vorgeschriebenen Wartungsintervalle für Wärmepumpenheizungen. Der Eigentümer ist für sein Investitionsgut Wärmepumpe selbst verantwortlich!

Es ist keine gesetzliche Überwachung der geothermischen Heiz- oder Kühlanlage durch stattlich beauftragte Prüfunternehmen wie z.B. TÜV oder Schornsteinfegerhandwerk vorgeschrieben.

Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle mit einem Wärmepumpencheck sinnvoll und dabei wichtige Bauteile von einem zertifizierten Fachbetrieb einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen.

Wann muss eine Wartung durchgeführt werden?

Eine Wartung ist aber auch Pflicht, wenn es um die geförderte Anschaffung einer Wärmepumpe geht: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) schreibt nämlich für vom BAFA geförderte Wärmepumpen vor, dass nach einem Jahr Betrieb die Wärmepumpe hinsichtlich der erreichten Jahresarbeitszahl (JAZ) überprüft werden muss.

Außerdem gibt es Garantiebedingungen bzw. auch verlängerte Garantieansprüche von Wärmepumpen-Herstellern und Brunnenbauunternehmen, wenn ein Wartungsvertrag abgeschlossen wird oder innerhalb der Garantiezeit bestimmte regelmäßige Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Die F-Gase-Verordnung sieht zudem verpflichtende Prüfungen des Kältemittelkreislaufes bei größeren Wärmepumpen vor.

Was ist eine Wartung? Was eine Prüfung?

Im Grunde sind beide Begrifflichkeiten sehr ähnlich. Aber gerade bei der Beauftragung eines zertifizierten Fachbetriebes bzw. Abschluss eines langfristigen Wartungsvertrages sollte man schon wissen, worin sich Wartung und Überprüfung unterscheiden.

Die Wartung der Wärmepumpe wird regelmäßig durchgeführt und soll den Status quo sichern. Man spricht dann auch von einem Wärmepumpencheck.

Eine Überprüfung wird hingegen eher sporadisch durchgeführt. Häufig dann, wenn Fehler aufgetreten sind und die Wärmepumpe wieder auf den Status Quo zurückgeführt werden soll.

Was muss bei einer Wartung gemacht werden?

Bei der Wartung einer geothermischen Wärmepumpe werden verschiedene Arbeiten durchgeführt, um die Leistung und Effizienz der Anlage zu erhalten und eventuelle Probleme zu beheben.

Neben einer Dichtheitskontrolle gehören dazu auch die regelmäßige Prüfung der Sicherheitseinrichtungen, Ausdehnungsgefäße, Schmutzfänger, Anlagendruck und Einstellungen im Wärmepumpenregler. Zusätzlich müssen bei Wasser-Wasser Anlagen die Ergiebigkeit des Förderbrunnen und die Aufnahmefähigkeit des Infiltrationsbrunnen überprüft werden um den Grad der Brunnenalterung festzustellen. Das können Pumpversuche, Kamerabefahrungen und Auswertung von Betriebszahlen sein.

Grundsätzlich sind die in den Betriebsanleitungen der Hersteller aufgeführten Hinweise für die Wartung und Betriebssicherheit zu beachten.

Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Tätigkeiten am Wärmetauscher:

  • Sichtkontrolle der Anlage auf Unregelmäßigkeiten
  • Funktionskontrolle
  • Kontrolle/ Reinigung der Schmutzfänger
  • Druck der Heizungsanlage/ Vordruck im Ausdehnungsgefäß prüfen
  • Prüfung des Trinkwasserausdehnungsgefäßes
  • Kontrolle der Opferanode
  • Schlammabscheider reinigen
  • Wasseraufbereiter prüfen
  • Prüfung der Temperaturdifferenzen am Verflüssiger/ Verdampfer
  • Überprüfung der Einstellung am Überstromventil
  • Kontrolle der Einstellungen an der Umwälzpumpe
  • Überprüfung aller elektrischen Verbindungen
  • Regelmäßige Datenerfassung (Stromzähler, Verdichter (Stromaufnahme), Betriebsstunden, JAZ, etc. und Vergleich mit dem Vorjahr)

Hier eine Checkliste mit den wichtigsten Tätigkeiten bei Wasser-Wasser Anlagen:

  • Sichtkontrolle der Anlage auf Unregelmäßigkeiten
  • Kontrolle des Ruhewasserspiegels im Förder- und Infiltrationsbrunnen
  • Kontrolle des Absenkspiegels im Förderbrunnen im Betrieb
  • Kontrolle der Fördermenge
  • Kontrolle der Stromaufnahme der Pumpe
  • Überprüfung der elektrischen Widerstände der Unterwassermotorpumpe
  • Registrierung der gesamt geförderten Wassermenge
  • Kontrolle des Infiltrationssiegels im Infiltrationsbrunnen im Betrieb
  • Kontrolle des Sandfangs
  • Kontrolle des Wärmetauschers

Dichtheitsprüfung des Kältemittel-Kreislaufes

Kältemittelverluste sind relativ selten und, infolge kleiner Undichtigkeiten, nur schleichend zu identifizieren. Wenn größere Mengen Kältemittel entweichen, sollte es hingegen zur sofortigen Abschaltung kommen. Im Vergleich zu Klimaanlagen in Kraftfahrzeugen, die durch die Bewegung des Autos stärker mechanisch beansprucht werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines Kältemittelverlustes bei Wärmepumpen allerdings sehr gering.

Undichtigkeiten im Kältemittelkreislauf durch Leckagen und das Entweichen von Kältemittel können aber zu Treibhausgas-Emissionen, Effizienzverlusten und zu erheblich steigenden Heiz- bzw. Stromkosten führen.

Laut EU-Verordnung 517/2014 ist der Betreiber von Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen, die fluorierte Treibhausgase in einer Menge von 5 Tonnen CO2-Äquivalentoder mehr enthalten, daher verpflichtet sicher zu stellen, dass die Einrichtung auf Undichtigkeiten regelmäßig kontrolliert werden. Für den Zeitpunkt der nächsten Dichtheitskontrolle ist dann das Datum der letzten Dichtheitskontrolle maßgeblich.

Tabelle: Prüfintervalle je nach Füllmengen und Kältemittelart gemäß F-Gase-Verordnung

Kältemittel und GWPKleine Anlagen (nicht hermetisch)Kleine Anlagen (hermetisch)Mittlere AnlagenGroße Anlagen
R 134a (GWP: 1430)3,5 kg bis 35 kg6,99 kg bis 35 kg35 kg bis 350 kgab 350 kg
R 404A (GWP: 3922)1,27 kg bis 12,7 kg2,55 kg bis 12,7 kg2,7 kg bis 127 kgab 127 kg
R 407C (GWP: 1774)2,82 kg bis 28,2 kg5,64 kg bis 28,2 kg28,2 kg bis 282 kgab 282 kg
R 410A (GWP: 2088)2,39 kg bis 23,9 kg4,79 kg bis 23,9 kg23,9 kg bis 239 kgab 239 kg
CO2-Äquivalent5.000 kg bis 50.000 kg10.000 kg bis 50.000 kg50.000 kg bis 500.000 kg500.000 kg
Kontrolle ohne Leckagesystem12 Monate12 Monate6 Monate3 Monate
Kontrolle mit Leckagesystem24 Monate24 Monate12 Monate6 Monate

Nach der Verordnung (EU) Nr. 517/2014 unterliegen auch Einrichtungen mit weniger als 3 kg Füllmenge ab dem 1.1.2017 Dichtheitskontrollen, sofern die Füllmenge mindestens 5 Tonnen CO2-Äquivalenten (10 Tonnen CO2-Äquivalente im Falle hermetisch geschlossener Einrichtungen) entspricht.

Bei kleineren, privat genutzten Wärmepumpen, die als hermetisch abgeschlossenes System gekennzeichnet sind, ist eine Dichtheitsprüfung nicht nötig. Das ist häufig bei Wärmepumpen der Fall, deren Kältekreislauf komplett in der außen aufgestellten Wärmepumpe untergebracht ist. Bei der Installation werde keine Kälteleitung getrennt oder verbunden, sondern das innen aufgestellte Hydraulikmodul und die Wärmepumpe werden ausschließlich heizungswasserseitig und elektronisch verbunden.

Während Regelungen zur turnusmäßigen Dichtheitsprüfung daher vorwiegend für größere Wärmepumpen gelten, ist es daher dennoch sinnvoll, diese auch bei der Wartung einer „kleinen“ Wärmepumpe durchführen zu lassen.

Eine Dichtheitskontrolle des Kältemittelkreislaufs einer Wärmepumpe erfordert spezielle Messgeräte und entsprechende Fachkenntnisse. Wird ein Kältemittelverlust erkannt, wird in aller Regel die gesamte Menge abgesaugt und der Kältemittelkreislauf neu befüllt. Dies wird nötig, da Wärmepumpen überwiegend mit Kältemittelgemischen gefüllt sind und man bei einem Leck nicht feststellen kann, welcher Stoffanteil verlorengegangen ist.

Einstellungen prüfen: Was kann man selber machen? Was der zertifizierte Fachbetrieb?

Heizbetrieb optimieren

Beim Wärmepumpencheck sollten auch die Einstellungen geprüft werden. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie Ihren Heizungsinstallateur fragen. Häufig lohnt es sich, die Heizkurve der Wärmepumpe zu prüfen und nach ein paar Betriebsjahren an die Bedürfnisse der Nutzer richtig anzupassen.

Eine optimale Anpassung der Heizkurve über den Fußpunkt (Anfangspunkt der Kurve) und die Steilheit (Neigung der Kurve) kann bares Geld sparen. Dazu sollte die Kurve sollte sukzessive in Abhängigkeit von der Außentemperatur und der Dämmung angepasst werden; max. 10 % Abweichung von der Ausgangseinstellung sind ein guter Richtwert.

Auch die Wärmepumpen-Regelung sollte überprüft werden: Schon wenige Grad zu viel beim Heiz- oder Brauchwasser – und Sie zahlen deutlich drauf.

Soll- / Ist-Vergleich

Auch der Datenabgleich kann helfen, Fehler beim Betrieb aufzudecken. Lesen Sie hierzu die Daten aus der Wärmepumpenregelung aus oder lassen Sie sich die Betriebsdaten unmittelbar am Regler über mehrere Monate anzeigen. Dies kann auch Fehler aufdecken, die schon längere Zeit bestehen, aber bislang nicht offensichtlich geworden sind.

Gerade ein Soll- / Ist-Vergleich

  • der JAZ,
  • der maximalen Vorlauftemperatur,
  • der minimalen Quellentemperatur,
  • der Betriebsstunden etc.

kann hilfreich sein. So kann man im besten Fall selber erkennen, wann eine zeitnahe Wartung bzw. Prüfung der Wärmepumpe nötig ist.

Bei der Auswertung und Visualisierung der Daten gehen die technischen Möglichkeiten je nach Wärmepumpen-Hersteller weit auseinander. Während man bei einigen Herstellern wichtige Daten, wie Verbräuche, Quellentemperaturen etc. über mehrere Monate selbst auslesen kann, sind hierzu bei anderen Herstellern entsprechend autorisierte Installateure über die Fachbetriebsebene zugelassen. Teilweise erlauben einige Hersteller eine Datenauswertung nur dem Werkskundendienst. Ein umfänglicher Wärmepumpencheck wird dadurch erschwert.

Wartungsarbeiten an Sole- und Wasser-Wärmepumpen

Neben den generellen Wartungsarbeiten, die an jeder Wärmepumpe durchgeführt werden müssen, gibt es auch spezielle, der jeweiligen Technik geschuldete Aufgaben.

Bei Erdwärmeheizungen sollte man beim Wärmepumpencheck hingegen vornehmlich den Soledruck und die Solezusammensetzung prüfen.

Bei einem entsprechenden Druckabfall sollte Sole nachgefüllt werden. Dies kann in den ersten Betriebsjahren vorkommen, wenn sich noch Luft in den Leitungen befunden hat. Ansonsten könnte eine Leckage vorliegen z.B. am Verteilerbalken, wenn eine Dichtung undicht wurde.

Das Nachfüllen erfolgt mit einer speziellen Handpumpe. Auch dies kann man mit diesem Zubehör und dem entsprechenden Sole-Gemisch sogar selber machen.

Die chemische Zusammensetzung der Sole ist hingegen wichtig, um einenausreichenden Frostschutz sicherzustellen. Je nach Herstellerangaben sollte dann bei einer Konzentration von weniger als 30% Frostschutzmittel (Glykol) nachgefüllt werden.

Wartung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Neben den generellen Wartungsarbeiten, die an jeder Wärmepumpe durchgeführt werden müssen, gibt es auch spezielle, der jeweiligen Technik geschuldete Aufgaben.

Vor allem weil die Brunnen, die im Boden liegen und normal nicht begehbar sind, ist eine spezielle Form der Kontrolle erforderlich.

Brunnen müssen als Fördermaschinen betrachtet werden, welche aus zwei Teilen bestehen, dem Wasser fassenden oder Infiltrierenden Teil und der Unterwasserpumpe.

Bei der Wartung einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe steht der Wasserzu- und -ablauf des Wasserfassungssystems im Fokus.

Beim dem Förderbrunnen ist es wichtig zu folgendes zu prüfen:

  • Ruhewasserspiegel
  • Fördermenge pro Stunde
  • Absenkspiegel bei Förderung
  • Absenkung prüfen und auf Ausfällungen oder Sandführung achten. Diese können entstehen, wenn Eisen oder Mangan mit Sauerstoff reagieren und durch Ausfällung dazu führen, dass die Filterstrecke durch Verockerung verstopft und der Förderbrunnen immer weniger Wasser fördern kann. Die Sandführung ist ein Indiz für zunehmend verstopfte Filterschlitze.
  • Jahresfördermenge
  • Kontrolle Sandfang auf Sandförderung
  • Kontrolle Sandfang auf Verockerung
  • Stromaufnahme
  • Elektrischer Widerstand des Motors

Beim dem Infiltrationsbrunnen ist es wichtig zu folgendes zu prüfen:

  • Ruhewasserspiegel
  • Infiltrationsmenge pro Stunde
  • Aufstauspiegel bei Infiltration
  • Versickerung prüfen und auf Ausfällungen achten. Diese können entstehen, wenn Eisen oder Mangan mit Sauerstoff reagieren und durch Ausfällung dazu führen, dass die Filterstrecke durch Verockerung verstopft und der Injektionsbrunnen immer weniger Wasser aufnehmen kann.

Wärmetauscher sollten geprüft werden.

Bei Verockerungserscheinungen oder Sandführung sollte der Wärmetauscher auf Verunreinigung überprüft und ggf. gereinigt werden

Die Reinigung und Wartung des Wärmetauschers sind unerlässliche Maßnahmen zur Aufrechterhaltung seiner Effizienz. Eine unsachgemäße Pflege oder deren Vernachlässigung kann zu Schäden am Wärmetauscher führen. Das häufigste Problem ist die Bildung von Kalk und Ockerablagerungen, die sich auf der Oberfläche des Wärmetauschers ansammeln. Diese Verunreinigungen können die Leistungsfähigkeit des Wärmetauschers beeinträchtigen. Daher ist eine regelmäßige Reinigung erforderlich, um einen ordnungsgemäßen und effizienten Betrieb sicherzustellen. Die Entfernung von Kalk und Ockerablagerungen hilft, die volle Leistungsfähigkeit des Wärmetauschers wiederherzustellen und seine langfristige Funktionalität zu gewährleisten.

Der Service für Wärmetauscher sollte hauptsächlich die innere Reinigung umfassen, um die angesammelten Ablagerungen und Verschmutzungen zu entfernen. Bei Wärmetauschern mit starken Ablagerungen können spezielle Chemikalien oder Reinigungstechniken wie Hochdruckwasserstrahlen erforderlich sein. Die regelmäßige Reinigung der Wärmetauscher hilft, ihre Leistungsfähigkeit aufrechtzuerhalten und ihre Lebensdauer zu verlängern.

Wie oft sollte der Wärmetauscher gereinigt werden?

Die Häufigkeit, mit der der Wärmetauscher gereinigt werden sollte, hängt von der Intensität der Nutzung und den Betriebsbedingungen ab. Es wird empfohlen, ihn mindestens einmal alle zwei Jahre zu reinigen – dies ist das absolute Minimum, aber eine häufigere Empfehlung ist einmal jährlich in Heizungsanlagen – und mindestens einmal alle anderthalb Jahre in Warmwassersystemen. Wenn der Wärmetauscher intensiv genutzt wird oder ein Leistungsabfall festgestellt wird, kann eine häufigere Reinigung als alle zwei Jahre erforderlich sein – insbesondere, wenn der Wärmetauscher bereits einige Jahre in unserem System gearbeitet hat. Regelmäßige Reinigung hilft, den Wärmetauscher in gutem Zustand zu halten und seine Effizienz zu gewährleisten. Daher ist es wichtig, die Arbeit und Leistung des Wärmetauschers zu überwachen und bei Bedarf entsprechende Reinigungsmaßnahmen zu ergreifen.

Was wird zur Reinigung des Wärmetauschers benötigt?

Zur Reinigung des Wärmetauschers wird ein geeignetes Reinigungsmittel benötigt. Ein kräftiger Wasserstrahl ist wirksam bei der Entfernung von leichten Ablagerungen und Schmutz. Bei schwerwiegenderen Verschmutzungen, insbesondere wenn der Wärmetauscher bereits einige Jahre in Betrieb ist, kann jedoch eine chemische Reinigung erforderlich sein. Hierfür werden spezielle Mittel verwendet, die hartnäckige Ablagerungen im Wärmetauscher effektiv auflösen. Diese sind dieselben Entkalker, die für die Reinigung von Heizungsanlagen verwendet werden, und bei Bedarf können auch Entkalker verwendet werden, die beispielsweise zur Entkalkung von Wasserkochern verwendet werden. Es wird dringend empfohlen, den Wärmetauscher nach einer solchen Reinigung sehr gründlich zu spülen, insbesondere wenn der Wärmetauscher für die Warmwasserversorgung verwendet wird und Kontakt mit Trinkwasser hat.

Die chemische Reinigung größerer Wärmetauscher ist ein fortgeschrittenerer Prozess, der den Einsatz spezieller Ausrüstung und Fähigkeiten erfordert. Daher kann bei größeren Modellen immer auf die Dienste professioneller Unternehmen zurückgegriffen werden, die sich auf die Reinigung von Wärmetauschern spezialisiert haben.

Wie sieht der Service für Wärmetauscher aus – Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Spülung und Reinigung des Wärmetauschers

Der Service für Wärmetauscher umfasst die Reinigung und Spülung des Wärmetauschers. Der erste Schritt beim Reinigen eines plattenförmigen Wärmetauschers besteht darin, die Platten zu demontieren (sofern es sich um einen zerlegbaren und nicht gelöteten Wärmetauscher handelt), die dann mit speziellen chemischen Mitteln gereinigt werden. Anschließend werden die Platten wieder montiert. Bei einem rohrförmigen Wärmetauscher erfolgt das Spülen der inneren Rohre mit Wasser, um den angesammelten Schmutz zu entfernen. Die Reinigung des Wärmetauschers hängt von der Art der Verschmutzung und der Art des Wärmetauschers ab. In einem späteren Abschnitt des Artikels finden Sie die Antwort auf die Frage, wie die Reinigung eines plattenförmigen Wärmetauschers je nach Typ aussieht.

Reinigung eines Plattenwärmetauschers

Nicht jeder Plattenwärmetauscher kann auf die gleiche Weise gereinigt werden. Die Reinigung von plattenförmigen Wärmetauschern erfolgt je nach Bauweise unterschiedlich – insbesondere je nach Art der Verbindung der Platten miteinander. Diese Geräte sind in 2 Varianten erhältlich:

  • gelötete Wärmetauscher (nicht trennbare Verbindung) – in diesem Fall besteht keine Möglichkeit, den Wärmetauscher zu zerlegen oder einzelne Platten ohne Beschädigung des Geräts zu entfernen. Daher erfolgt die Reinigung gelöteter plattenförmiger Wärmetauscher durch chemische Reinigung mit Entkalkungsmitteln, um Kalk und Verunreinigungen im Inneren zu entfernen. Häufig erfolgt diese Reinigung mit einer 5% igen Lösung von Phosphor- oder Oxalsäure. Die Spülrichtung sollte im Vergleich zur normalen Verwendung des Wärmetauschers umgekehrt sein.
  • geschraubte Wärmetauscher (trennbare Verbindung) – aufgrund der Möglichkeit, den geschraubten plattenförmigen Wärmetauscher zu zerlegen, können einzelne Platten entfernt und jede davon mit Wasser und Entkalker gereinigt werden.

Guter Zeitpunkt zum Reinigen der Wärmetauscher – Heizkesselwartung / Wartung einer Gasheizung

Es ist eine sehr gute Praxis, den Wärmetauscher während der Wartung des Heizkessels zu reinigen – wenn wir solche Wartungen von Zeit zu Zeit durchführen (was empfehlenswert ist, da sie wesentlich zur Brennstoffersparnis beitragen). Es ist sinnvoll, die Hilfe des Servicetechnikers in Anspruch zu nehmen, der, wenn er die Heizungsanlage ohnehin für Wartungsarbeiten am Kessel stilllegt, auch den Wärmetauscher ausbauen und mit einem Entkalker reinigen kann.

Insbesondere da der Servicetechniker bei der Wartung der Wärmepumpe (wenn wir dieses Gerät zu Hause haben) ohnehin bereits einen Wärmetauscher zu reinigen hat – nämlich den internen Plattenwärmetauscher des Kessels. Es sollte für ihn kein Problem darstellen, auch einen zweiten Wärmetauscher zu reinigen.

Es ist jedoch ratsam, den Servicetechniker vor dem Besuch über die beabsichtigte Reinigung des Wärmetauschers zu informieren, damit er die benötigte Zeit einplanen und das notwendige Reinigungsmittel mitbringen kann.

Kosten & Wartungsvertrag: Was ist sinnvoll?

Kosten & Preise

Die Kosten für die Wartung einer Wärmepumpe variieren je nach Leistungsumfang: Typischerweise liegen die Wartungskosten für kleine Wärmepumpen im EFH-Bereich zwischen 200 bis 250 Euro je nach Wärmepumpentyp.

Ein kurzer Wärmepumpencheck während eines Wartungsintervalls kostet häufig nur 100 Euro. Eine Dichtheitsprüfung ist häufig in zehn Minuten erledigt und kostet um die 50 Euro.

Tabelle: Beispiel-Leistungen und Preise eines Wartungsauftrags für Wärmepumpen

LeistungPreis
Wartungspaket Wärmepumpen bis 8 kW160,00 €
Wartungspaket Wärmepumpen bis 16 kW180,00 €
Wartungspaket Hybrid-Wärmepumpe290,00 €
Auftragspauschale pro Anlage97,00 €
Arbeitslohn Zusatzleistungen pro Std.89,00 €

Wartungsvertrag

Für den Abschluss eines Wartungsvertrags spricht, dass Sie die Sicherheit haben, dass fortlaufend eine Wartung durchgeführt wird und, dass Sie sich nicht wieder auf die Suche nach einem Heizungsunternehmen machen müssen, das die Wartung ausführt.

Unserer Erfahrung nach ist es nämlich sehr schwer, SHK-Betriebe zu finden, die eine Wärmepumpe warten wollen, die sie nicht selbst eingebaut haben und daher auch nicht genau wissen, wie die Wärmepumpe konfiguriert ist.

Tabelle: Aufgaben-Checkliste am Beispiel eines Wartungsvertrags von Stiebel Eltron

Allgemein auszuführende Wartungs- und Überprüfungsarbeiten  Geräteabhängig auszuführende Wartungs- und Überprüfungsarbeiten Luft-Wasser WärmepumpeGeräteabhängig auszuführende Wartungs- und Überprüfungsarbeiten Sole-Wasser Wärmepumpe
Sichtprüfung der GerätekomponentenVerdampfer nach Bedarf reinigenSole-Konzentration prüfen
Kältekreis gemäß ChemKlimaSchutzV auf Dichtheit prüfen (falls vorgeschrieben)Lufteintritt und Luftaustritt prüfenAusdehngefäß Sole prüfen (0,5bar Vordruck), wenn möglich  
Temperaturwerte auf Plausibilität prüfenKondensatwanne reinigen und Sichtprüfung auf LeckagenSystemdruck Soleanlage überprüfen (Anlagendruck mindestens 1,5bar im kalten Zustand), wenn möglich
Warmwasserspeicher / Pufferspeicher auf Dichtheit prüfen (Sichtprüfung)Kondensatablauf überprüfen und ggfs. reinigenSichtprüfung der Wärmequellenanlage
Heizkreis-Filter prüfen ggf. reinigen  
Reglereinstellungen prüfen  
Reglereinstellungen prüfen  
Geräteinterne Ausdehngefäße Heizung prüfen  
Funktionskontrolle  
VDE Prüfung  

In einem Wartungsvertrag für eine Wärmepumpe werden in der Regel Aspekte wie in unserer folgenden Checkliste geregelt:

  • Häufigkeit der Wartung: Der Vertrag legt fest, wie oft die Wärmepumpe gewartet werden soll. Meist wird eine jährliche Wartung vereinbart.
  • Umfang der Wartung: Im Vertrag wird festgelegt, welche Arbeiten bei jeder Wartung durchgeführt werden sollen.
  • Kosten: Der Vertrag legt die Kosten für die Wartung fest. Oft gibt es hierbei einen Festpreis pro Wartung, der im Vertrag vereinbart wird.
  • Verfügbarkeit: Der Vertrag legt fest, wann das Unternehmen, das die Wartung durchführt, verfügbar sein muss und wie schnell es auf Notfälle reagieren muss.
  • Dokumentation: Der Vertrag regelt, wie die Wartung dokumentiert wird und wer Zugang zu diesen Unterlagen hat.
  • Kündigung: Der Vertrag legt fest, unter welchen Bedingungen der Vertrag gekündigt werden kann und wie lange eine Kündigungsfrist ist.

Es ist wichtig, dass man sich vor Abschluss eines Wartungsvertrags gut informiert und die Bedingungen genau durchliest, um sicherzustellen, dass man mit den vereinbarten Leistungen und Kosten einverstanden ist.

Häufige Fragen (FAQ)

Was wird bei einer Wartung überprüft?

Bei einer Wartung werden u.a. Filter und Pumpen der Wärmepumpe, die elektrischen Verbindungen sowie der Kältekreis und das Kältemittel, mit dem die Wärmeübertragung stattfindet, untersucht und ggf. repariert bzw. ausgetauscht. Bei Luftwärmepumpen wird besonders auf die einwandfreie Funktion der Luftansaug- und Ausblasöffnung und den Kondensatablauf geachtet, bei Erdwärmepumpen wird insb. der Druck und die Konzentration der Sole geprüft.

Wer kann eine Wartung durchführen?

Jeder auf Wärmepumpen spezialisierte SHK-Betrieb könnte ihre Wärmepumpe warten. Vielfach kommen aber nur die Unternehmen infrage, die auch mit dem Hersteller Erfahrungen haben und am Besten ihre Wärmepumpe auch eingebaut haben. Teilweise bieten auch die Wärmepumpen-Hersteller selbst Wartungen an.

Wie oft sollte eine Wärmepumpe gewartet werden?

Für typische Wärmepumpen im privaten Einfamilienhaus gibt es keine verpflichtenden Intervalle, in denen die Wärmepumpe gewartet werden muss. Hier reicht es, wenn alle 2 Jahren eine fachmännische Wartung durchgeführt wird und der Besitzer fortlaufend Sichtprüfungen durchführt und auf einen störungsfreien Betrieb achtet. Größere Wärmepumpen müssen je nach Kältemittel in vorgeschriebenen Intervallen überprüft werden.

Was kostet eine Wartung?

Die Wartungskosten der meisten privat genutzten Wärmepumpen belaufen sich auf durchschnittlich etwa 250 Euro. Häufig fällt eine Wartung günstiger aus, wenn man einen Wartungsvertrag mit einem Unternehmen abschließt. Im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen fallen bei der Wartung vielfach keine weiteren Reparatur- oder Materialkosten an.

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