Sanierungsbrunnen
Zur Reinigung von kontaminierten Grundwasserstockwerken werden Sanierungsbrunnen verwendet um die Kontaminationsstoffe im Grundwasser aufzufangen und abzufördern. Die Sanierungsbrunnen sind in der Regel im Abstrom des Kontaminationsbereiches installiert und versuchen eine weitere Ausbreitung des Kontaminationsfächers zu verhindern sowie die Verunreinigungen abzupumpen.
Diese Sanierungsbrunnen unterliegen wie normale Brunnen der natürlichen Brunnenalterung, welche durch chemische, biologische sowie physikalische Grunde verursacht wird. Allerdings altern Sanierungsbrunnen schneller, weil die Inhaltsstoffe im kontaminierten Grundwasser auch von im Grundwasser lebenden Organismen verstoffwechselt werden und die Stoffwechselprodukte die Kiesschüttung und Filterschlitze, also die nutzbaren Porenräume, schneller verstopfen.
Um die kontinuierliche Abreinigung des kontaminierten Grundwassers zu gewährleisten ist ein Brunnenmonitoring, also die kontinuierliche Betriebsüberwachung der Wasserfassungsanlage, erforderlich. Die Betriebssicherheit wird durch ein regelmäßiges Wartungs-, Instandhaltungs-, Reinigungs-, Regenerierungs- und Sanierungsmanagement sichergestellt.
Bei Veränderungen der Wasserqualität und oder Wassermenge sollten sofort Überprüfungsmaßnahmen eingeleitet werden um die Brunnenalterung, also der fortschreitende Verschleiß des Brunnens zu verlangsamen oder zu unterbinden.
Die Überwachung soll es ermöglichen, frühzeitig Veränderungen bei den Brunnen und den Förderpumpen zu erkennen um zeitnah auf solche Veränderungen reagieren zu können. Nach einem Leistungsverlust von 10 % sollten Brunnen regeneriert werden um Vererzungen der Verockerungen zu vermeiden. Bei rechtzeitig durchgeführten Reinigungs- und Regenerierarbeiten an den Brunnen und evtl. Reparaturarbeiten an den Brunnenpumpen, können der zu betreibende Aufwand noch relativ klein und die dafür entstehenden Kosten niedrig gehalten werden.
Dies gilt vor allem dann, wenn die Wassergewinnungsanlage nicht redundant, also ohne Reservebrunnen, betrieben wird.
Es gilt immer die Regel: Jeder Schadensfreie Tag lässt den Produktionsausfall einen Tag näher rücken.
