Reparatur von Grundwassermessstellen

Reparatur von Grundwassermessstellen

Die Reparatur, Sanierung und Instandhaltung von Grundwassermessstellen (GWM) ist wichtig, um die Funktionsfähigkeit, Befahrbarkeit und den Erhalt von unverfälschten Grundwasserdaten (Wasserstand/Qualität) zu gewährleisten. Sie beinhaltet i.d.R. die Zustandsinspektion, Reinigung, Sanierung von Schäden sowie die Sanierung und Sicherung des übertägigen Messstellenausbaus. 

Typische Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen:

  • Befahrung/TV-Inspektion:
    Einsatz von Brunnenschwenkkopf- oker Axial- Radialkameras, um Beschädigungen, Verkrustungen, Ablagerungen Verlandungen oder Fremdkörper zu identifizieren.
  • Reinigung (Regenerierung):
    Entfernung von Ablagerungen und Inkrustationen (Verkrustungen) im Filterbereich, oft durch mechanische (Bürsten, Hochdruckspülung) oder chemische Verfahren (Sanierungsbrunnen).
  • Sanierung des Ausbaus (Packer-Systeme):
    Bei defekten oder durchrosteten Stahlrohren können Manschetten aus GFK oder Edelstahl mittels Spezialausrüstung (Packer) in das GWM-Rohr eingebracht und fest an die Innenwand gepresst werden, um die Dichtheit wiederherzustellen.
  • Bergung von Fremdkörpern:
    Entfernung von Sonden oder anderen Gegenständen, die den Zugang blockieren.
  • Sicherung der Anfahrbarkeit/Lage:
    Reparatur des Messstellenkopfes (z.B. Kastendeckel, Oberflächenabschluss), um den Schutz vor Oberflächenwasser zu gewährleisten.
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit:
    Freispülen oder Ausbohren verstopfter Filterrohre. 

Wichtige Aspekte:

  • Dokumentation: Vor Reparaturen wird oft ein Abgleich mit Bestandsunterlagen vorgenommen.
  • Prüfung: Nach der Instandsetzung erfolgt die Überprüfung der Dichtheit und des korrekten Sitzes (z.B. via Kamera oder Packertest).
  • Fachbetriebe: Reparaturen sollten von spezialisierten Brunnenbauern oder Messstellenservices durchgeführt werden, die Erfahrungen mit der Sanierung von Pegeln haben. 
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