Reinigung und Regenerierung von Drainagesystemen
Was sind Drainagen?
Horizontale Drainagen sind Grundwasser sammelnde Wasserfassungen, die dazu dienen, den Flurabstand, also die Höhe des Grundwassers, zu regulieren.
Überall da wo Grundwasserstände steigen und für Vernässung, feuchte oder absaufende Keller führen, sind horizontale Drainage Systeme ein bewährtes Mittel um Grundwasserstände niederzulegen und zu regulieren.
Warum steigt der Grundwasserspiegel?
Es gibt mehrere Gründe für steigende Grundwasserspiegel:
Steigende Niederschläge können zu einem zeitweiligen Anstieg des Grundwasserspiegels führen.
In Bergbaugebieten führt der untertägige Abbau von Bodenschätzen durch Zusammengehen der künstlichen Hohlräume zu Bergsenkungen. Hier sind insbesondere der untertägige Kohle- und Salzabbau zu nennen. Da der Grundwasserspiegel seine ursprüngliche Höhe beibehält, verringert sich der sogenannte Flurabstand. Das bedeutet, dass das Grundwasser näher an die Tagesoberfläche rückt, ergo das Grundwasser ansteigt von der Tagesoberfläche gesehen.
Tagebaue sind auch für Eingriffe in den Grundwasserhaushalt verantwortlich, im Betrieb senken sie massiv das Grundwasser ab. Bei Einstellung der Bergbauaktivitäten steigt das Grundwasser wieder an und erreicht in der Regel seine alte Höhe. Da Tagebaue meist ca. 100 Jahre in Betrieb sind, ist manchmal bei der Bauplanung die ehemalige Höhe des Grundwassers nicht beachtet worden. Das kann dann bei wieder angestiegenen Grundwasser zur Vernässung und nassen Kellern führen.
Auch die zunehmende Bebauung von Überflutungsflächen an Fluss- und Bachläufen führt bei Hochwasserlagen zu ansteigendem Grundwasser, welches dann zur Vernässung und nassen Kellern führt.
Es gibt auch Regionen, in denen sich die Tagesoberfläche durch geologische Prozesse heben und senken kann, auch hier verändern sich die Höhenlagen der Grundwasserspiegel.
Wie funktionieren Drängen?
Eine Grundwasserdrainage funktioniert nach dem Prinzip, überschüssiges Wasser im Boden aufzufangen und gezielt abzuführen, so kann das Grundwasser flächig auf einem gewünschten Niveau gehalten werden. Sie besteht im Wesentlichen aus einem gelochten Rohrleitungssystem, das in einer wasserdurchlässigen Schicht (Kies) eingebettet ist.
Hier ist die Funktionsweise im Detail erklärt
- Aufbau und Einbettung:
Im zu entwässernden Bereich wird ein Graben ausgehoben, der unterhalb der Grundwasserlinie liegt. In diesen Graben wird eine Kiesschicht eingebracht, darauf das Drainagerohr verlegt und dieses wiederum mit Kies abgedeckt. - Filtervlies:
Das gesamte Rohrsystem ist leider oft mit einem Geovlies (Filtervlies) umhüllt. Dieses Vlies wirkt als Filter, der verhindert, dass Sand, Erde und Feinteile in das Rohr eindringen und es verstopfen. Leider verstopfen Schluffanteile das Filterflies und die Drainage verliert dauerhaft ihre Funktion weil Regenerierverfahren nicht bis zum Filtervlies durchdringen und die Verstopfungen beseitigen können. - Wasseraufnahme (Sickerwasser/Grundwasser): Das überschüssige Wasser (aufstauendes Sickerwasser oder steigendes Grundwasser) sickert durch den Kies, dringt durch die Löcher (Schlitze) in das Drainagerohr ein und wird aufgenommen.
- Gefälle und Ableitung: Das Rohr muss mit einem Gefälle von mindestens 0,5 cm pro Meter verlegt werden. Durch dieses Gefälle fließt das gesammelte Wasser in einen Kontrollschacht (Revisionsschacht) und von dort weiter in eine Sammelstelle, einen Kanal oder einen Versickerungs- oder Pumpenschacht.
- Schutzfunktion: Die Drainage senkt den Grundwasserspiegel um zum Beispiel Häuser und reduziert den hydrostatischen Druck auf die Kellerwände, was Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden vorbeugt.
Wichtige Hinweise:
- Genehmigungspflicht:
Das Einleiten von Drainagewasser ist in der Regel genehmigungspflichtig und darf oft nicht einfach in die öffentliche Kanalisation erfolgen. - Wartung:
Da Drainagen verschlammen können, sind Revisionsschächte zur Kontrolle und Reinigung wichtig.
Zur Erklärung der Alterung von Drainagen:
Im Betrieb unterliegen Drainagen den gleichen Alterungsprozessen wie vertikale Brunnen und zeigen die gleichen Erscheinungen der Brunnenalterung. Dabei bilden sich in den horizontalen Drainagerohren Ablagerungen und Inkrustationen, die Filterschlitze verstopfen und die Porenräume Kiesschüttung setzen sich zu. Dadurch verstopfen die nutzbaren Porenräume, die Durchflussquerschnitte nehmen ab und die Drainage verliert ihre Grundwasser abfördernde und absenkende Funktion.
Was ist erforderlich um die Funktion von Drainagen zu erhalten?
Zur Erhaltung der dauerhaften Funktionstüchtigkeit sind regelmäßige Inspektion, Wartung, Instandhaltung mit Reinigung, Regenerierung und Sanierung erforderlich.
Die TV Inspektion von horizontalen Drainagen
Die BWK Brunnenwartung führt Inspektionsarbeiten mit wasserdichten, schiebbaren und fahrbaren Inspektionssystemen durch. Die mit modernen Videokameras ausgestatteten Kameras können ab DN 50 bis DN1000 bis 10 bar unter Wasser die Alterungszustände, Verformungen, Rohrversätze, Risse Löcher, verstopfte Filterschlitze, Verschleimungen und Verockerungen erkennen.
Die gewonnenen Zustandsbilder sind die Grundlage für die Instandhaltungs- und Sanierungsplanung der BWK Brunnenwartung.
Instandhaltung von Drainagen:
Zur Vermeidung, dass die Keller nass werden oder feuchte Wände bekommen, müssen Drainageleitungen rund um ein Haus oder eine Wohnsiedlung verlegt werden, damit das Grundwasser niedergehalten und abgeführt wird. In regelmäßigen Abständen müssen diese Drainageleitungen gereinigt und von Ablagerungen und Verstopfungen befreit werden.
Die Ablagerungen und Verschlammungen können nur durch Hochdruckinnensplung mit speziellen Reinigungsdüsen erfolgen, eine einfache Kanalreinigung mit Kanalspüldüsen reichen für eine effektive Reinigung und Regenerierung der geschlitzten Drainagerohre und der Kiesschüttung nicht aus.
Durch den hohen Grundwasserstand sind die Drainagerohre mit Wasser überdeckt, also normal nicht zugänglich oder begehbar.
Hier kommen speziell für die Drainagereinigung konzipierte Reiningungsgreggate zum Einsatz.
Eine Leistungsfähige Hochdruck Pumpe liefert Wasser in ausreichender Menge und dem nötigen Spüldruck durch einen Hochdruckschlauch um eine spezielle Rotationsdüse und einer zusätzlichen Zentrierung und Vorschubeinheit im Drainagerohr Einspülen. Dabei wird das Drainagerohr schon vorgereinigt. Die Regenerierarbeit zur Öffnung der Filterschlitze und Reinigung des Filterkieses geschieht beim langsamen Rückzug des Düsensystems. Das Spülwasser wird dabei gleichzeit abgepumpt, um einen konstanten Fluss des Grundwassers zu ermöglichen und so das Abfördern aller gelösten Stoffe zu gewährleisten.
Dieser Vorgang muss je nach Verschmutzungsgrad mehrfach wiederholt werden.
Die BWK Brunnenwartung ist auch auf die Zustandserfassung und Wiederherstellung der Funktionstüchtigkeit von horizontalen Drainagesystemen spezialisiert.
