Bürsten
Das mechanische Verfahren „Bürsten“ dient zur Lösung von gering verfestigten Ablagerungen an der Brunneninnenwand und zum Teil in den Filterschlitzen.
Bürsten ist in allen Brunnentpyen und Ausbaumaterialen einsetzbar. Allerdings sollte es nur als eine schonende Vorreinigungsstufe angewendet werden, da die Filterschlitze dabei nicht oder nur unvollständig gereinigt werden. Der Einsatz von speziell geformten Bürsten kann auch zu einem Kolbeffekt bei der Ein- und Ausfahrt des Bürstenkörpers führen, welches Materialbrücken und Verstopfungen im Kiesfilter und den Filterschlitzen löst.
Das Ablösen der Ablagerungen erfolgt durch kontinuierliches Auf- und Abbewegung und/oder Rotieren von Rundbürsten. Borstenart und –material richten sich nach dem Brunnenausbaumaterial.
Die Fahrgeschwindigkeit sollte bei 1 m/min bis maximal 4 m / min liegen um keine zu großen Verdichtungseffekte oder sogar Umlagerungen der Kiesschüttung zu bewirken. Es muss langsam begonnen werden um ggf. vorhandene Kiesnester und Materialbrücken aufzubrechen. Nach der Bürstung muss der Brunnenboden ausgesaugt und der Brunnen klar gepumpt werden.
Wird nur gebürstet ist das Verfahren nur eine Reinigung.
Bei gleichzeitigem Pumpen während des Bürstens, werden die Kriterien des gleichzeitigen Lösens, Mobilisierens & Abförderns des DVGW Arbeitsblattes W130 erfüllt und das Verfahren kann als Regenerierung angesehen werden.
Kolben
Das mechanische Verfahren „Kolben“ dient bis zu einem gewissen Grad zur Lösung von gering verfestigten Ablagerungen an der Brunneninnenwand und zum Teil in den Filterschlitzen. Der Wirkeffekt ist in der Kiesschüttung größer.
Kolben ist in allen Brunnentpyen und Ausbaumaterialen einsetzbar. Allerdings sollte es nur als eine schonende Vorreinigungsstufe angewendet werden, da die Filterschlitze dabei nicht oder nur unvollständig gereinigt werden.
Kolben ohne gleichzeitiges Pumpen
Reines Kolben mit einem Scheibenpacker mit Ventil erzeugt bei der Auf und Niederfahrt Druckschwankungen welche für Saugeffekte im Brunnen sorgen und so mobilisierbares Material aus der Kiesschüttung herausarbeitet. Die gelösten Partikel sinken dann zum Brunnenboden. Die Fahrgeschwindigkeit sollte bei 1 m/min bis maximal 4 m / min liegen um keine zu großen Verdichtungseffekte oder sogar Umlagerungen der Kiesschüttung zu bewirken. Es muss langsam begonnen werden um ggf. vorhandene Kiesnester und Materialbrücken aufzubrechen. Nach der Kolbung muss der Brunnenboden ausgesaugt und der Brunnen klar gepumpt werden.
Kolben mit gleichzeitigem Abpumpen
Kolben und Intensiventnahme (partielles Entsanden) ist eine gute und schonende Regeneriermethode, aber nur bei weichen Ablagerungen. Allerdings ist der Reinigungseffekt an den Brunnenrohren und den Filterschlitzen sehr begrenzt. Die Wirktiefe reicht bis weit in die Kiesschüttung, oft sogar bis zur Bohrlochwand und ins Gebirge.
Brunnenboden Aussaugen
Zur Beseitigung der im Brunnensumpfrohr und am Brunnenboden sedimentierten Ablagerungen wird der Brunnenboden ausgesaugt bis zur möglichst vollständigen Entfernung aller Partikel und ggf. Fremdkörpern. Erst dann wird ein Blick auf den Brunnenboden gelingen um zu überprüfen, ob ein Brunnenboden vorhanden ist, oder noch vorhanden ist und ober der Brunnenboden noch hydraulisch dicht gegen Sandeintrag ist.
Dazu werden mittels Saugpumpen, Mammutpumpen, Düsenstrahlpumpen oder einer Kombination davon, alle Abgelagerten Substanzen entfernt.
Teilweise werden dabei auch verlandete Filterstreckenbereiche freigelegt, welche dann erst regeneriert werden können.
