Güteprüfung von Grundwassermessstellen

Güteprüfung von Grundwassermessstellen

Die Güteprüfung von Grundwassermessstellen (GWM) dient dazu, die Funktionsfähigkeit, Repräsentativität und Unversehrtheit der Messstellen für die Überwachung von Grundwasserstand und -beschaffenheit zu sichern. Sie ist entscheidend für den Erhalt belastbarer Messdaten und beinhaltet technische sowie hydraulische Kontrollen. 

Wichtige Regelwerke:

  • DVGW-Arbeitsblatt W 112 (A): „Qualitätssicherung bei der Errichtung und dem Betrieb von Grundwassermessstellen“ (integriert DVWK-Regel 128/1992 und 245/1997).
  • DWA-A 908: Eignungsprüfung von Grundwassermessstellen.
  • DVGW W 129: Eignungsprüfung von Grundwassermessstellen.
  • DIN 38402-13: Planung und Durchführung der Probenahme von Grundwasser. 

Kernpunkte der Güteprüfung (Befahrung/Prüfung):

  1. Funktionsprüfung durch Auffülltest (Hydraulischer Test): 
    Es wird geprüft, ob die Messstelle ausreichend mit dem Grundwasserleiter verbunden ist. Dabei wird der Wasserspiegel im Rohr künstlich erhöht und die Geschwindigkeit des Absinkens bis zum Ruhewasserspiegel gemessen.
  2. Tiefenlotung: 
    Messung der Gesamttiefe der Messstelle, um Verschlammungen oder Verockerungen (Ablagerungen) zu identifizieren.
  3. Überprüfung des technischen Zustands:
    TV-Befahrung der Grundwassermesstelle zur Feststellung von Brunnenalterung, Alterungsgrad und Beschädigungen.
    Bohrlochgeophysik zur Ausbaukontrolle machen die GWM gläsern.
  4. Lagekontrolle und Bauwerkszustand: 
    Inspektion der Rohrdurchgängigkeit, des Zustands der Kappe, des Schachtes und der Verschließbarkeit.
  5. Vermessung: 
    Kontrolle der Höhe der Messstelle (Oberkante Rohr).
  6. Qualitative Eignungsprüfung: 
    Überprüfung auf hydraulische Dichtheit gegenüber Fremdwasser und auf Eignung zur Beprobung. 

Schritte bei der Prüfung:

  • Bestandsaufnahme: Durchsicht der Unterlagen (Schichtenverzeichnis, Ausbauplan).
  • Vor-Ort-Termin: Kontrolle auf Zugänglichkeit, Beschädigungen und Verunreinigungen.
  • Funktionscheck: Durchführung von Probenahmen und Messungen (pH-Wert, Leitfähigkeit, Temperatur). 

Vorgehen bei Defiziten:
Wenn die Prüfung eine eingeschränkte Funktionalität (z. B. geringer Grundwasseranschluss, starke Verschlammung) ergibt, sind Maßnahmen wie eine Entschlammung, Regenerierung, Sanierung oder – bei irreparablen Schäden – ein Rückbau (Verschluss) zu veranlassen. 

Die BWK Brunnenwartung ist Ihr Partner für die Überprüfung von Grundwassermessstellen.

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