Dokumentation einer Brunnenregenerierung

Dokumentation einer Brunnenregenerierung

Dokumentation einer Brunnenregenerierung
Ein Bericht über eine Brunnenregenerierung sollte alle Maßnahmen dokumentieren, welche zur Wiederherstellung der technisch möglichen Förderleistung eines
Brunnens eingesetzt wurden.

Dabei sollte die regelkonforme Vorgehensweise gemäß DVGW Arbeitsblatt W130 dargelegt werden. Dieser Bericht sollte ausführlich und vollständig sein und dem Auftraggeber, allgemein verständlich, die durchgeführten Maßnahmen beschreiben. Dadurch wird der Bericht gerichtsfest und kann, z.B. bei Streitigkeiten, für Richter, Gutachter, Sachverständige, Anwälte, Behördenvertrete und Laien eine wertvolle Informationsquelle sein.
Je besser dokumentiert wird, dass vertragsgemäß, regelkonform und fehlerfrei gearbeitet wurde, desto schwerer wird die Anfechtbarkeit der abgelieferten Leistung sein. Getreu dem Motto: wer schreibt der bleibt oder wird bezahlt!

Die Abnahme der Förderleistung eines Brunnens wird durch chemische, biologische und physikalische Brunnenalterung, also dem Verschleiß des Brunnens verursacht.
Diese Ursachen können durch Ablagerungen wie Verockerung, Versandung, Kolmation, Versinterung, Verschleimung oder Korrosion verursacht werden.
Zur Beseitigung der leistungsmindernden Ursachen können hydromechanische und oder chemische Regenerierverfahren eingesetzt werden, welche im DVGW
Arbeitsblatt W130 beschrieben werden.


Der Bericht sollte folgendes enthalten:

  1. Titelblatt
  2. Inhaltsverzeichnis
  3. Abbildungsverzeichnis
  4. Zugrundeliegende Normen und Vorschriften und technischen Daten
  5. Auftragsbeschreibung
  6. Zur Verfügung gestellte Unterlagen und technischen Daten
  7. Ausführungsbeschreibung der durchgeführten Maßnahmen
  8. Aufführung der erzielten Arbeitsergebnisse
  9. Bewertung der durchgeführten Maßnahmen
  10. Die ermittelten technischen Daten des Brunnens nach der Bearbeitung
  11. Empfehlungen
  12. Fotodokumentation

Anlagen:
a) TV-Befahrungsprotokolle vor und nach der Regenerierung
b) Pumpversuchsprotokolle vor und nach der Regenerierung
c) Austragsprotokolle der hydromechanischen und chemischen Regenerierung
d) Aus- und Einbauprotokoll der Steigleitung
e) Geophysik
f) Grundwasseranalyse
g) Belagsanalyse

Zu Punkt 1. Titelblatt
Das Titelblatt sollte die Grundinformationen des Projektes beinhalten wie z.B. Projektnummer, Auftraggeber, Auftragnehmer, Auftragsobjekt, Ausführungsdatum
Zu Punkt 2. Inhaltsverzeichnis
Das Inhaltsverzeichnis soll alle Kapitel darstellen und mit Seitenzahl versehen.
Zu Punkt 3. Abbildungsverzeichnis
Im Abbildungsverzeichnis sollten alle Zeichnungen, Grafiken, Tabellen und Fototos in nummerierter Reihenfolge aufgelistet werden.
Zu Punkt 4. Zugrundeliegende Normen und Vorschriften und Unterlagen
Auflistung aller zugrundeliegende Normen und Vorschriften und der zur Verfügung stehenden Unterlagen sowie technischen Daten.
Zu Punkt 5. Auftragsbeschreibung:
Hier sollte eine kurze Beschreibung des Betreibers sowie der zu bearbeitenden Wasserfassungsanlage erfolgen. Dazu sollte der Grund für die durchgeführten Regeneriermaßnahmen sowie die Angebotsanfrage und die erfolgte Beauftragung mit einer Beschreibung der durchzuführenden Maßnahmen angegeben werden.
Zu Punkt 6. Zur Verfügung gestellte Unterlagen und technischen Daten:
Alle vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Unterlagen sollten aufgeführt werden. Ebenso die bekannten technischen Daten des Brunnens, diese können erheblich von den tatsächlichen Daten abweichen. Dieser Umstand kann zu Bauverzögerungen und Verfahrensänderungen führen und dadurch Kostensteigerungen hervorrufen. Eine gute Dokumentation diese Umstände ermöglicht ein gelungenes Nachtragsmanagement und vermeidet Vertragsstreitigkeiten.
Zu Punkt 7. Ausführungsbeschreibung der durchgeführten Maßnahmen
Eine ausführliche Beschreibung der Regeneriermaßnahmen welche alle auf der Baustelle durchgeführten Tätigkeiten in chronologischer Reihenfolge beinhaltet und
mit den Bautagesberichten übereinstimmt. Dabei sollen alle Vorkommnisse, Bauabsprachen mit dem Auftraggeber oder Ingenieurbüro, Erkenntnisse einer
Zustandserfassung (z. B. Kamerabefahrung) vor und nach der Maßnahme, die Beschreibung der angewandten Regenerierverfahren (z. B. mechanisch, chemisch)
nach DVGW-Arbeitsblatt W 130, sowie die dabei erzielten Ergebnisse und einen Nachweis des Erfolgs (z. B. durch Pumpversuche und Volumenmessung des
Auswurfs) enthalten sein. 

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