Chemische Brunnenregenerierung

Chemische Brunnenregenerierung

Die Brunnenregenerierung mit Einsatz von Chemikalien

Die chemische Brunnenregenerierung ist ein Verfahren zur Beseitigung von Ablagerungen und Wiederherstellung der Förderleistung von Brunnen. Bei Ablagerungen wie Verockerungen (Eisen/Mangan) oder bei Biofilmen werden mit speziell abgestimmtern chemischen Komponenten Lösungsprozesse in der Kieschüttung aktiviert um die meachanisch schlecht lösbaren Vererzungen im Kiesfilter zu beseitigen. Zum Einsatz kommen organische oder anorganische Säuren, Oxidationsmittel und Komplexbildner, häufig in Kombination mit mechanischen Verfahren (Kieswäscher) zur Effizienzsteigerung. 

Wichtige Fakten und Verfahrensweise:

  • Ziel:
    Entfernung von chemischen, biologischen oder physikalischen Ablagerungen (Verockerung, Versandung, Eisenbakterien) zur Steigerung der Wasserleistung.
  • Methoden:
    Einsatz von Säurebehandlungen, Oxidationsmitteln (z.B. Wasserstoffperoxid, Chlor) oder Komplexbildnern.
  • Ablauf:
    1. Vorbereitung: Kamerabefahrung und Analyse des Brunnens.
    2. Mechanische Vorreinigung: durch Bürsten oder Hochdrckinnenspülung
    3. Einbringen: Einleiten der Regeneriermittel in die Filterstrecke über Kieswäscher.
    4. Einwirkzeit: Abschnittsweise Umspülung des Filterabschnitts mit dem Kieswäacher mit Umpumpen zur Reinigung.
    5. Abpumpen: Rückspülung der gelösten Substanzen, bis das Wasser pH neutral und klar ist.
    6. Kontrolle: Kamerabefahrung und Pumpversuch
  • Qualitätsstandards: Arbeiten sollten idealerweise nach DVGW-Merkblatt W 130 durch Fachunternehmen erfolgen.
  • Vorteile: Deutlich günstiger als eine Brunnen Neubohrung

Die Wahl des richtigen Mittels und Verfahrens hängt von der Art und dem Grad der Brunnenalterung und Inkrustierung ab.

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