Eine partielle Brunnensanierung wird durchgeführt, um punktuelle Schäden wie Risse, Löcher oder undichte Rohrverbindungen in einem begrenzten Abschnitt des Brunnens zu beheben, ohne den gesamten Brunnenausbau zu erneuern. Dies ist eine kosteneffiziente Methode, um die Funktionsfähigkeit und Lebensdauer des Brunnens wiederherzustellen.
Die wichtigsten Verfahren der partiellen Sanierung sind:
- Edelstahl-Manschetten (Punktgenaue Reparatur):
Bei punktuellen Schadstellen im Rohr wird eine aufweitbare Edelstahlmanschette (oft mit Dichtung) genau an der betroffenen Stelle positioniert und fest an das Rohr gepresst. - Teileinschubverrohrung (Liner-Verfahren):
Ist ein bestimmter Bereich des Brunnens korrodiert oder strukturell beschädigt, wird ein neues, kürzeres Rohrstück (Inliner) in den bestehenden Brunnen eingeschoben, um den geschädigten Abschnitt zu überbrücken. - Absperren von Filterbereichen:
Wenn bestimmte Schichten unerwünschtes Wasser liefern, können diese Filterbereiche partiell abgedichtet werden. - Nachträgliche Ringraumabdichtung:
Um das Eindringen von Oberflächenwasser durch schadhafte Stellen im oberen Rohrverlauf zu verhindern, wird der Ringraum zwischen Rohr und Bohrlochwand (teilweise) neu verpresst.
Ablauf einer partiellen Brunnensanierung:
- Zustandsanalyse (Kamerabefahrung):
Zunächst wird der Brunnen mit einer Spezialkamera befahren, um die exakte Position und Art der Schäden zu identifizieren. - Mechanische Reinigung:
Vor der Reparatur werden Ablagerungen und Inkrustationen entfernt, oft mittels Hochdruckreinigung oder Kolbenverfahren. - Partielle Reparatur:
Einbau der Abdichtmanschetten oder der Teilverrohrung mittels Spezialwerkzeug. - Abschlusskontrolle:
Durch eine erneute Kamerabefahrung und einen Pumpversuch wird die Wirksamkeit der Maßnahme überprüft.
Diese Maßnahmen erfordern oft keinen vollständigen Ausbau der Pumpentechnik und können schnell durchgeführt werden.
