Blog » Brunnen reinigen

Brunnen reinigen

Brunnenreinigung 

Die Reinigung von Brunnen beinhaltet das Entfernen von Ablagerungen wie Sand, Schlamm und Biofilm, um Wasserdurchfluss und -qualität zu sichern. Wichtig ist die  Reinigung bei einsetzendem Leistungsverlust ab 10%.
Eine einfache Reinigung kann mit Bürsten erfolgen, mit anschließendem Abpumpen.
Besser ist jedoch die Regenerierung des Brunnens, dabei muss das Lösen der Verunreinigungen mit z.B. Bürsten bei gleichzeitigem Abpumpen erfolgen um die Schmutzfracht sofort aus dem Brunnen zu fördern und frisches Grundwasser nachfließen zu lassen. So werden die nutzbaren Porenräume des Kiesfilters effektiv gereinigt und die Anforderungen an eine fachgerechte Reaktivierung des Brunnens durch Brunnenregenerierung erfüllt. Siehe DVGW Arbeitsblatt W130.

Schritte zur Brunnensanierung:

  • Vorbereitung: 
  • TV Untersuchung des Brunnens mit Brunnenkamera zur Feststellung von Brunnenalterung und Schäden
  • Aussaugen des Brunnenbodens wenn die Filterstrecke verlandet ist
  • Vorreinigung des Brunnens durch Bürsten oder Hochdruckspülung mit gleichzeitige Abpumpen und so mechanisch den Brunnen von Ablagerungen zu befreien.
  • Chemische Reinigung:
    Darf nur nach der mechanischen Reinigung erfolgen, um den Einsatz von Chemie im Grundwasser zu minimieren.
    Reinigungsmittel einbringen und durch Bürsten und Kolben oder mit einem Kieswäscher in der Filterstrecke die Chemie umwälzen. Die Einwirkzeit beachten!
    Nur einfaches einfüllen und stundenlang einwirken lassen, wie es von vielen Herstellern von Regeneriermitteln empfohlen wird, ist oft nicht ausreichend, um die Verockerungen im Brunnen zu beseitigen.
  • Abpumpen:
    Den gelösten Schmutz mit einer Pumpe entfernen, bis klares Wasser austritt.
  • TV Befahrung zur Kontrolle
  • Pumpversuch zur Ermittlung der Brunnenleistung (Ergiebigkeit)
     

Eine effektive Brunnenregenerierung muss im Filterbereich des Brunnens ansetzen.

Die Hauptursachen des Leistungsfalls, also wenn der Brunnen wenig oder kein Wasser mehr fördert, ist die Brunnenalterung, der Verschleiß des Brunnens. Verstopfende Ablagerungen im Brunnenrohr, den Filterschlitzen und der Kiesschüttung, welche außerhalb des Filterrohrs liegt, sind der Grund, warum dem Brunnen im Pumpbetrieb kein oder nicht mehr genug Wasser zuströmt.
Sie verhindern den freien Fluss des Wassers (Brunnen ist verstopft).
Sinnvolle Brunnenreinigungs- und Brunnenregeneriermaßnahmen müssen daher immer angepasst werden an den Belägen im Filterrohr, in der Kiesschüttung und auch in der angrenzenden Geologie.
Bei starker Brunnenalterung sind die Filterrohre so stark verkrustet, dass der Kiesbereich nur noch schwer erreichbar ist. In solch schwerwiegenden Fällen ist eine begleitend mechanische Vorbehandlung mit Bürsten und oder Hochdruckspülung sinnvoll. Damit wird der Weg frei für Regenerierchemikalien welche dann im Umspülverfahren unmittelbar in den Kiesfilter und die anggrenzende Geologie einwirken und somit ihre volle Wirkung an den kritischen Stellen entfalten. Zudem wird die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme erhöht, da mechanisch gelöste Beläge kein wertvolles Regeneriermittel verbrauchen.

Regeneriermaßnahmen sollten grundsätzlich bereits nach 10% Leistungsverlust des Brunnens vorgenommen werden, da dann Verockerungen noch nicht ausgehärtet sind und die Brunnenalterung noch nicht irreversibel ist. In späteren Phasen nimmt die Verkrustung exponentiell zu und der nötige Regenerieraufwand des Brunnens (Gartenbrunnen, Schlagbrunnen, Rammbrunnen, Schachtbrunnen, Bohrbrunnen, Förderbrunnen, Wärmepumpenbrunnen) steigt drastisch. Am wirtschaftlichsten ist eine regelmäßige Brunnenreinigung, bzw. Brunnenpflege bei weniger als 10% Leistungsabfall des Brunnens.
.

Die BWK Brunnenwartung hilft Ihnen bei der Reinigung Ihres Brunnens!

Nach oben scrollen