Wärmewende / Geothermie
Die Zukunft der Wärmewende mit aktiver Begleitung die BWK
Allein in Deutschland sollen 50 Prozent der Wärmeerzeugung bis 2030 klimaneutral sein. Die Geothermie ist als nicht-fossile Energiequelle mit ihrer stetigen Verfügbarkeit zentral für die Erreichung dieses Ziels. Der Ausbau und die Nutzung dieser Wärmequelle sollen nach Plänen der Bundesregierung daher in den nächsten Jahren forciert werden. Daraus entsteht ein Bedarf in der Region an Know-how, Bohrfirmen, Equipment und Services, der durch die Technologien des Unternehmens zukünftig innovativ gedeckt werden kann. Die Betreuung der Kundenanlagen zur Werterhaltung der Investitionsgüter mit der Wartung, Instandhaltung, Regenerierung und Sanierung der Wasserfassungen, dient der Förderung der Nachhaltigkeit und der Ressourcen schonenden Betriebsweise.
Mit den vorhandenen Bohrverfahren können nachfolgende geothermische Bereiche erschlossen werden:
- Tiefengeothermie bis etwa 100 m Teufe
- Oberflächennahe Geothermie bis etwa 30 m Teufe
- Wasser Wasser Anlage ( Brunnen Dublette) mit einem Föderbrunnen sowie einem Schluckbrunnen
Ein neues Geschäftsfeld ist die Umnutzung vorhandener Wasserfassungen für die Wärmewende in urbanen Bereichen.
Grundwasserwärmepumpen und -brunnen
Aufgrund der in Deutschland ganzjährig konstanten Grundwassertemperaturen von 8-11 °C kann Grundwasser, in Abhängigkeit von den hydrogeologischen Voraussetzungen vor Ort, eine energetisch effiziente Wärmequelle darstellen. In Siedlungsgebieten sind die Grundwassertemperaturen sogar noch etwas höher.
Benötigt werden zwei Brunnen. Durch einen Förderbrunnen wird das Grundwasser an die Oberfläche gepumpt. Dort wird die Wärme des Grundwassers übertragen, bevor das Wasser über einen Schluckbrunnen wieder ins Erdreich zurückgeführt wird. Brunnensysteme erfordern eine gewisse Pflege und häufig Filtereinrichtungen, die verhindern sollen, dass Fremdstoffe im Wasser die Schluckbrunnen verstopfen.
Grundwasserwärmepumpen lassen sich daher gewöhnlich erst ab einer Mindestgröße (ca. 35 kW Wärmebedarf) wirtschaftlich sinnvoll errichten. Dann sind sie jedoch durch die vergleichsweise hohen Wärmeleistungen pro Brunnenbohrung sehr günstig. Bei größeren Gebäuden sind Grundwasserwärmepumpen daher eine interessante Alternative. Steht genügend Grundwasser zur Verfügung können Grundwasserbrunnenanlagen in Verbindung mit Wärmepumpen auch zur Versorgung ganzer Wohngebiete eingesetzt werden. Statt des Grundwassers können in ähnlicher Form auch Oberflächengewässer genutzt werden.
Erdwärmesonden
In Mittel- und Nordeuropa haben sich Erdwärmesonden als häufigste Anlagentypen durchgesetzt. Erdwärmesonden werden als senkrechte Bohrungen niedergebracht, in die Rohre eingelassen und durch eine Art Zement fest eingebaut. In Deutschland setzt man dafür zumeist Doppel-U-Rohre aus Polyethylen ein. Diese sind mit einer Wärmeträgerflüssigkeit, normalerweise Wasser mit einem speziellen Frostschutzmittel, gefüllt, die die Wärme aus dem Erdreich aufnimmt und an die Oberfläche zur Wärmepumpe transportiert. Hierzulande werden Erdwärmesonden normalerweise in 50-160 Meter Tiefe einge
Bei größeren Anlagen, für die viele Erdwärmesondenlöcher gebohrt werden müssen, führt man vor der Erstellung eines solchen Sondenfeldes einen so genannten Thermal Response Test durch. Er liefert Daten über den Untergrund wie die Wärmeleitfähigkeit des Bodens. Dadurch kann ein Geothermieplaner berechnen, wie viele Bohrungen mit welcher Tiefe benötigt werden. In der Folge können Bohrmeter und damit Kosten gespart sowie sichergestellt werden, dass sich die einzelnen Sondenbohrungen in ihrer Leistung nicht beeinträchtigen. baut. Ein bis zwei Bohrungen reichen für die Beheizung eines Einfamilienhauses aus. Auch komplette Wohngebiete lassen sich auf diese Weise versorgen.
